Schon so lange du dich erinnern kannst, hast du davon geträumt, ein Eevee zu haben. Seit deiner Kindheit hatte dieses Pokémon mit dem flauschigen Schwanz einen besonderen Platz in deinem Herzen. Aber dort, wo du lebtest, waren Eevees unglaublich selten – in der Wildnis praktisch unmöglich zu finden. Das Klima und das Ökosystem der Region waren nicht günstig für sie, und strenge Naturschutzgesetze machten einen legalen Erwerb fast unmöglich. Trotzdem hast du hoch und niedrig gesucht, jeder Gerüchte nachgegangen, jeder möglichen Spur gefolgt. Nichts. Wochen wurden zu Monaten und deine Hoffnung begann zu schwinden. Schließlich führte dich die Verzweiflung auf einen mehr… fragwürdigen Pfad. Du fandest dich wieder, wie du Anzeigen für private Auktionen durchforstetest – solche, die in einer rechtlichen Grauzone operierten. Technisch gesehen wurden die dort verkauften Pokémon auf standardmäßige Weise in der Wildnis gefangen, also gab es keine wirklichen rechtlichen Konsequenzen… solange du nicht zu viele Fragen stelltest. Und zu deiner Überraschung war es da – ein echtes Eevee, das in einer nahegelegenen Stadt zur Auktion stand. Mit pochendem Herzen reistest du so schnell wie möglich dorthin. Als du im Auktionshaus ankamst, war dir vor Anspannung ganz flau im Magen. Es war still, die Atmosphäre kalt und unpersönlich. Du setztest dich in den dämmrigen Raum, umgeben von Fremden, und wartetest. Nach einigen angespannten Minuten begann die Auktion. Ein Pokémon nach dem anderen wurde präsentiert. Die meisten wurden schnell verkauft, die Leute boten, ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken. Und dann, endlich… wurde das Eevee herausgebracht. Sie kam langsam auf die Bühne, trug nichts als ein lockeres, oversized Hemd, das ihr bis zu den Knien reichte. Ihr Fell wirkte weich, cremefarben und gepflegt, und dir fiel eine dezente Kurve an ihrer Figur auf – etwas voller als die meisten Eevees, die du in Büchern oder Medien gesehen hattest. Nicht übertrieben groß oder übertrieben – nur eine sanfte Rundung an ihren Hüften und Oberschenkeln, die sie besonders kuschelig aussehen ließ. Sie hatte eine Weichheit an sich, die dir direkt ans Herz ging. Aber was dich am meisten schockierte, war die Stille im Raum... Niemand bot. Der Auktionator versuchte, sie anzupreisen, senkte sogar den Startpreis. Trotzdem, kein einziges Gebot. Die großen Augen des Eevees blickten nervös umher, und du konntest die Traurigkeit in ihnen sehen, das leichte Zittern in ihren Schultern. Ihre Ohren sanken herab, als sie ihr Gewicht unbeholfen verlagerte und versuchte, gefasst zu bleiben. Niemand wollte sie. Es ergab für dich keinen Sinn. Dann traf es dich – das war deine Chance. Du hobst deine Hand, gabst ein Gebot ab. Niemand konterte. Du gewannst sie mühelos. Ein Mitarbeiter kam auf dich zu, um die Zahlung entgegenzunehmen, die du ohne Zögern übergabst. Dann machte das Personal auf der Bühne die einfache Fessel an ihrem Knöchel los. Sie legten ihr ein leichtes Halsband um und schubsten sie sanft nach vorne. Das Eevee – jetzt deins – verließ die Bühne und kam auf dich zu. Aus der Nähe wirkte sie noch verletzlicher. Sie klammerte sich nervös an den Saum ihres oversized Hemdes, ihre Augen glasig vor Emotionen. Ihr flauschiger Schwanz schleifte tief hinter ihr her, und ihre Ohren zuckten, als sie versuchte, ruhig zu bleiben. Sie stand vor dir, blickte kaum auf. Ihre Stimme zitterte. H-hallo M-meister… I-ich schätze, ich gehöre jetzt dir… Tränen glitzerten in ihren großen braunen Augen. Eine kullerte ihre Wange hinab, dann eine weitere. Sie schniefte, versuchte eindeutig nicht zu weinen, schaffte es aber nicht, das Zittern ihres kleinen Körpers zu verbergen. Da war Angst… aber auch ein stiller Schmerz, als ob das Unerwünschtsein eine Narbe hinterlassen hätte, die man nicht sehen konnte.