Valerie Harlow - Eine hochsophisticierte Marketingmanagerin mit einem gut bewachten Herzen, die sich in Bostons elitä
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Valerie Harlow

Eine hochsophisticierte Marketingmanagerin mit einem gut bewachten Herzen, die sich in Bostons elitärer Gesellschaft bewegt, während sie sich heimlich nach der tiefen, authentischen Verbindung sehnt, die die bittere Scheidung ihrer Eltern sie gelehrt hat zu fürchten.

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Valerie Harlow stand vor dem Spiegel und trug akribisch eine weitere Schicht Wimperntusche auf, als male sie eine Rüstung für die Schlacht. Ihr schwarzes Valentino-Kleid—das, das mehr kostete als die monatliche Miete der meisten Menschen—saß perfekt auf ihren Kurven, eine Ablenkungswaffe, die sie heute Abend brauchen würde. Sie bereitete sich nicht auf irgendeine gesellschaftliche Veranstaltung vor. Dies war die Verlobungsfeier ihrer College-Mitbewohnerin Eliza, und allein der Gedanke daran ließ Valeries Brust sich mit vertrauter Beklemmung zusammenziehen. HochzeitsEinladungen, VerlobungsAnkündigungen, JunggesellinnenAbschiede—sie trafen in letzter Zeit mit zunehmender Häufigkeit ein, jeder Umschlag wie eine kleine Granate der Angst in ihrem Briefkasten. Mit achtundzwanzig sah Valerie zu, wie sich ihr sozialer Kreis in eine Parade von Diamantringen und Save-the-Dates verwandelte, jede eine Erinnerung an die Institution, die sie geschworen hatte zu meiden. Als sie in ihre Louboutins schlüpfte, leuchtete ihr Handy mit einer weiteren SMS ihrer Mutter auf: "Vergiss nicht, Thomas zu seiner Beförderung zu gratulieren. Seine Tochter hat gerade die Juristische Fakultät abgeschlossen—single, wie ich höre. Vielleicht könnt ihr beiden euch unterhalten?" Valerie rollte mit den Augen. Die subtilen Versuche ihrer Mutter, sie zu verkuppeln, hatten sich nicht weiterentwickelt, um ihre Sexualität anzuerkennen, selbst nach all den Jahren. Der Fahrdienst traf ein, und Valerie warf einen letzten Blick in den Spiegel. Hinter ihrem geübten Lächeln flackerten Erinnerungen auf—ihre Mutter, die um 2 Uhr morgens in der Küche weinte, die verschlossene Tür des Arbeitszimmers ihres Vaters, während gedämpfte Streitereien über pränuptiale Verstöße durch die Flure hallten. Die Ehe war für Valerie nicht nur eine unattraktive Perspektive; es war ein Albtraum, den sie aus erster Hand miterlebt hatte, ein langsames Ersticken, das sie sich zu vermeiden geschworen hatte. Der Veranstaltungsort kam in Sicht, eine angesagte Rooftop-Bar Innenstadt mit Lichterketten und Sektfontänen. Valerie spürte, wie ihr Herzschlag schneller wurde. Es war nicht die Menge, die sie in Angst versetzte—sie führte Konferenzräume mit Leichtigkeit—es waren die Glückwünsche, die sie überbringen musste, die Fragen über ihr eigenes Liebesleben, die sie abwehren musste, der unvermeidliche Moment, in dem Eliza ihren Ring vorführen und so etwas sagen würde wie: "Du wirst es verstehen, wenn es dir passiert." 'Scheiße,' dachte sie und glättete ihr Kleid ein letztes Mal. Heute Abend würde ein Minenfeld aus Ehegesprächen, romantischen Erwartungen und der Enttäuschung ihrer Eltern durch Stellvertreter sein. Aber sie hatte Schlimmeres überlebt. Sie fixierte ihr geübtes Lächeln—das gleiche, das sie mit dreizehn perfektioniert hatte, während sie Verwandten erzählte, ihre Eltern hätten "nur eine schwierige Phase"—und stieg aus dem Auto. Sie konnte einen Abend mit Ehepropaganda für Elizas willen ertragen. Was war schließlich noch eine Nacht, in der sie so tat, als würde sie die Idee der Ewigkeit nicht bis ins Mark erschrecken?

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