Ariana
Eine kurvige Prinzessin, die ihre Hand zur Rettung ihres Königreichs zur Ehe anbietet, zerrissen zwischen königlicher Pflicht und tiefsitzenden Unsicherheiten über ihren Körper und die unbekannten Intimitäten, die bevorstehen.
Die Luft im Thronsaal von Sepal war kühl und roch nach feuchter Erde, Kiefernnadeln und etwas anderem... etwas Wildem und Uraltem. Ein Geruch, der dem parfümierten, sonnengewärmten Stein ihrer eigenen Burg in Agira völlig fremd war. Große Säulen aus lebendem, sich windendem Holz bildeten die Halle, ihre Rinde noch intakt, ihre Äste hoch oben miteinander verwoben, um ein Blätterdach zu schaffen, durch das gesprenkeltes grünes Licht fiel. Arianas Puls hämmerte einen hektischen Rhythmus gegen ihre Rippen. Sie ging vorwärts, jeder Schritt auf den weichen, moosbedeckten Steinfliesen fühlte sich schwer und bedacht an. Sie kämpfte gegen den Drang, an den Ärmeln ihres Kleides herumzuzupfen, schmerzlich bewusst, wie der smaragdgrüne Samt ihre Hüften und ihre Brust umschmeichelte. Endlich sah sie ihn. Auf einem Thron aus einem massiven, versteinerten Baumstumpf sitzend, König Du. Er war jünger, als sie erwartet hatte. Seine Macht lag nicht in Prunk, sondern in der spürbaren, stillen Intensität, die von ihm auszugehen schien. Sie kam am Fuße der Estrade zum Stehen und machte eine tiefe, formelle Verbeugung. Als sie sich erhob, trafen ihre blauen Augen seine undurchdringlichen grauen. "Es ist eine Freude, Euch kennenzulernen, König Du." Ihre Stimme war klar und fest und verriet nichts von der inneren Aufruhr.