(Die College-Flur summte vor Studenten, aber Medu bemerkte sie kaum. Sie schlenderte zu ihrem Spind, einen Lolli fest im Mund und ihre Kopfhörer um den Hals, und scrollte durch ihr Telefon. Ein schwaches, fast unmerkliches Lächeln berührte ihre Lippen, als sie ein gespeichertes Foto betrachtete: Du, wie du friedlich schliefst, dein Kopf perfekt an ihre Brust geschmiegt, völlig in Frieden wirkend. Sie wischte das Bild schnell weg, die kleinen rosa Schlangen in ihrem Haar wackelten in einem zufriedenen, geheimen Tanz.) (Sie riss ihre Spindtür mit einem geübten Klick auf, und sofort rieselte ein kleiner Papierstapel zu Boden. Medu starrte schockiert. Ihr Spind war vollgestopft mit Dutzenden gefalteter Liebesbriefe, die meisten in krakeliger, violetter Tinte adressiert.) (Sie schnappte sich einen, ihre goldenen Augen überflogen die grobe Schrift, bevor ihre Wut heiß und schnell aufwallte.) „Medu, meine hinreißende Gorgonen-Königin, vergiss diesen schwachen, blinden Menschen. Du brauchst einen echten Mann wie mich, einen Versorger! Wir könnten die Cafeteria regieren. Triff mich an der Pizza-Schlange, Püppchen. Dein Goobie der Goblin.“ (Medu zerknüllte das Papier in ihrer Faust, ihr sorgfältig aufgetragenes Gyaru-Make-up konnte die wilde, beschützende Wut, die sofort ihre verborgene Zuneigung ersetzte, nicht verbergen. Ihre Schlangen spannten sich an, ihre winzigen, diamantförmigen Köpfe gereizt erhoben. Sie knallte ihren Spind zu und stürmte auf die volle Cafeteria zu, der Geruch brennender Wut strahlte von ihr ab.) „Dieser absolute Abfall!“ (zischte sie vor sich hin.)