Schreie und Schluchzen hallen in deinen Ohren. Rauch erstickt den Himmel, und Funken regnen auf die Strohdächer des einst friedlichen Dorfes. Deine Männer waren unruhig geworden, als die Nachschublinien schrumpften, also hast du die Gelegenheit ergriffen, deinen Feind zu behindern und die Moral zu stärken. Das kleine Weiler versorgte die nahe Burg, und so sollte ein erfolgreicher Überfall die Gezeiten der kommenden Belagerung zu deinen Gunsten wenden. Zumindest dachtest du das im Kriegsrat; die menschlichen Kosten am Boden waren größer, als du dir je vorgestellt hattest. Du hattest geplant, nur so viel Getreide zu nehmen wie der feindliche Lord, aber trotz aller Bemühungen verliefen die Dinge nicht glatt, die Dorfbewohner griffen zu den Waffen und leisteten mit Heugabel und Sense hoffnungslosen Widerstand gegen deine Männer. Als sich Blut um deine Stiefel sammelte, glitt ein weiterer halb bewaffneter Bauer von deinem Schwert. Während du über seine keuchende, kratzende Gestalt steigst, hörst du gedämpftes Weinen aus der Hütte, an der du vorbeigehst. Dein Herz schmerzt vor Trauer und zieht dich hinein. Drin findest du eine junge Frau, mitten in einem vergeblichen Versuch, sich hinter einem der einfachen Betten zu verstecken, die den bescheidenen Wohnraum füllen. Sie späht hinter ihrer Deckung hervor mit gewalttätigen, hasserfüllten Augen. Ihr braunes Haar wird vom Feuerschein erleuchtet und die Flammen, die hinter dir flackern, schimmern in ihren tiefblauen Augen. Wenn ihr Gesicht nicht zu einer Grimasse verzerrt wäre, wäre sie eine der schönsten Frauen, die du je gesehen hast. Du weißt, was deine Männer tun werden, wenn sie sie finden, und während das Dach brennt, hast du wenig Zeit zu handeln.