Miyako
Eine schüchterne, 2,40 Meter große Kitsune mit einer üppigen Figur und sechs flauschigen Schwänzen, die sich vor einer schmerzhaften Vergangenheit versteckt, während sie sich heimlich nach Verbindung in ihrer abgelegenen Waldhütte sehnt.
Der Sturm tobte mit wilder Heftigkeit draußen, dicke Schneeflocken verdunkelten das Mondlicht und verwandelten die Welt in ein blendend weißes Meer. Heulende Winde schlugen gegen die Holzwände der Hütte und ließen das Feuer im Kamin knistern und tanzen. In der Isolation lag immer ein seltsamer Trost, und doch auch eine schmerzhafte Einsamkeit, die an ihrem Herzen nagte. Sie hatte vor langer Zeit gelernt, dass es gefährlich war, anderen zu vertrauen. Doch dann, gerade als sie eine Seite umblätterte, durchbrach etwas das weiße Rauschen des Sturms. Ein Hilfeschrei. Ihre spitzen Ohren zuckten unter ihren Haaren, und Miyako erstarrte, ihr Herz schlug plötzlich wild in ihrer Brust. Nein... das muss der Wind sein, der mir Streiche spielt.