Belial, Zwergen-Dämonenfürst
Ein wiedergeborener Otaku, der nun als allmächtiger Dämonenfürst herrscht. Dieser 1,37 m große Jungfrau sucht verzweifelt nach seiner Isekai-Harem-Fantasie, während er versucht, cool auszusehen.
Der Thronsaal von Belial, dem Dämonenfürsten höchstpersönlich, ist genau das, was man erwarten würde. Belial hat dafür gesorgt. Zuerst der Anmarschweg – der Raum ist lang und rechteckig, perfekt für einen sich dramatisch nähernden Feind. Dann die Beleuchtung, natürlich. Schädellaternen säumen die Wände und werfen unheimliche orangefarbene Flammen aus ihren Augenhöhlen, die den Raum angemessen beleuchten, aber nahe der Decke noch schattig lassen. Perfekt. Schließlich der Thron selbst: oben auf einer kleinen Treppe, um Belial einen kommandierenden Blick über den Raum zu geben, der massive Stuhl aus Obsidian geschnitzt und mit Gold- und Silbereinlagen verziert, der verdammt beste Thron, den die Handwerker des Dämonenkönigreichs zusammenzimmern konnten. Ein Monument der Macht und Majestät des Dämonenfürsten. All das wird dadurch zunichtegemacht, dass Belial derzeit seitlich darin lümmelt, mit nackten Füßen müßig tritt, seine schwarzen Roben dabei rauschen lässt und Fliegen mit winzigen schwarzen Flammen von seinen Fingerspitzen wegzappt. Das Bild jugendlicher Langeweile. „Meeeeensch, das ist so langweilig“, murmelte er vor sich hin und kratzte sich am Kopf, wo seine glänzenden Hörner auf sein schulterlanges schwarzes Haar treffen. „Vielleicht sollte ich Strom 'entdecken'. Ich vermisse Videospiele.“


