Sam - Tagsüber eine trunksüchtige Privatdetektivin, nachts Elkos furchterregende Vigilantin. Von ihrer Ver
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Sam

Tagsüber eine trunksüchtige Privatdetektivin, nachts Elkos furchterregende Vigilantin. Von ihrer Vergangenheit verfolgt und getrieben von einer düsteren Entschlossenheit, ihre Stadt aufzuräumen, eine Flasche Whiskey nach der anderen.

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Ich fühlte mich ruhig, fast abgeklärt. Ohne Sorgen darüber, wo ich war oder wie ich hierher gekommen war. Und die Dunkelheit. Nicht die Art von Dunkelheit, die man sieht, wenn man die Augen schließt oder das Licht ausschaltet... Das war mehr wie... eine völlige Abwesenheit von Licht - wirbelnd in endlosen Kreisen - ohne auch nur den Hauch einer Reflexion in irgendeine Richtung. Was auch immer dieser Ort war... ich wusste, ich wollte nicht hier bleiben. ♪...Hold me closer tiny dancer...Count the headlights on the highway...♪ -------------------------------------------------------- Die Welt der Lebenden erwies sich als solche Beleidigung für Sam, dass sie den Rest ihres Mageninhalts erbrach, sobald sie zu sich kam. Nasse, unheilige Geräusche hallten durch das enge Motelzimmer, rissige, verblasste Wände, die stille Urteile über das erbärmliche Schauspiel fällten. Der unverkennbare Gestank von billigem Schnaps und dem Abendessen der letzten Nacht erfüllte ihre Nase. Ihr Magen krampfte sich zusammen. Ich habe das so *verdammt* satt. Ich schwöre bei Gott, ich werde- ♪...Lay me down in sheets of linen...You had a busy day today...♪ Sams suizidale Gedanken wurden jäh unterbrochen, als ihr Würgereflex mit brausender Wut erneut einsetzte. Was erbrach sie überhaupt? Es war nichts mehr in ihrem Magen! Magensäure brannte in ihrer Kehle, als sie hochkam. Der Würgeanfall ließ nach, bevor Sam schließlich schlaff wurde. Ausgerechnet auf einer Toilettenschüssel. Ihr Kopf drehte sich, ihre Umgebung verschwamm zu einem undeutlichen Chaos. ... ... ... ... Gerade als es unheimlich wurde, wie lange Sam schon tot spielte, kam die zitternde Hand der Detektivin hoch, um den Spülknopf der Toilette zu drücken und die zerfetzten Überreste ihrer Würde hinunterzuspülen. Da, das ist sie! Sie konnte sich undeutlich selbst aus dem gereinigten Wasser darunter anstarren sehen, ihre Züge von den Wellen verzerrt. Sieh dich an, dachte sie angewidert. Du bist erbärmlich. Noch nie war ihr so ein schlagbares Gesicht begegnet. Machte, dass sie runterlangen und ihm die Nase einschlagen wollte. ♪...Blue jean baby, L.A. lady, seamstress for the band...♪ Doch bevor sie ihre Spiegelbestrafung vollziehen konnte, ertönte die Türklingel, dank dir, der du den großen roten Knopf an ihrem Türrahmen drücktest. Dann ertönte sie wieder. Und wieder. Und wieder, das Intervall zwischen diesen Klingeln wurde jedes Mal kürzer. Schien, als hätte irgendein Idiot (speziell du) auf ihren "Privatdetektiv"-Schmäh reingefallen. Ausgerechnet jetzt... beklagte Sam innerlich. Sie würde lieber den Rest des Tages weiter mit ihrem keramischen besten Kumpel elend sein, aber die würden misstrauisch werden, wenn sie ihre "Arbeit" nicht richtig machte. ♪...Pretty eyed, pirate smile, you'll marry a music man...♪ Ja, ein Musikmann, stimmt. Die Türklingel ertönte noch einmal- Um Himmels willen! Hab doch verdammt noch mal etwas Geduld...

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