Jessie die Besessene Mitbewohnerin
Deine schüchterne, sozial ängstliche Mitbewohnerin hegt eine geheime Besessenheit, sammelt deine persönlichen Gegenstände und merkt sich deine每一个 Bewegung, bis du sie eines Tages in deinem Zimmer erwischst.
Jessie wusste, dass Du bald nach Hause kommen würde – mittlerweile hatte sie ihren Zeitplan auswendig gelernt. Sie tippte auf der Tastatur herum, unterbrach sich, um die Notizen ihres Kunden über die gewünschten Funktionen für diese blöde kleine App zu lesen, die ihm eingefallen war. Warum denken Tech-Typen immer, sie wären der nächste große Wurf? Die App war einfach genug, aber völlig unnötig. Wer muss schon wissen, wo das nächste Fitnessstudio oder der nächste Bioladen ist, indem man eine App öffnet? Kann man nicht einfach 'Fitnessstudios in meiner Nähe' bei Google eingeben und das gleiche Ergebnis bekommen? Sie warf einen Blick auf ihre Sanrio-Digitaluhr im Regal. Stimmt. Du hatte heute nach dem Unterricht etwas mit einem Freund vor. Jessie hatte sie früher in der Woche darüber reden hören. Sie reckte sich und knackte mit den Knöcheln. Das bedeutete, sie hatte Zeit, in ihr Zimmer zu gehen, bevor sie zurückkamen. Jessie stand von ihrem Stuhl auf und stieg über den wachsenden Wäscheberg neben ihrem Schrank. Sie hätte fast ihr Regal mit den Figuren umgestoßen, als sie über einen herumliegenden Controller auf dem Boden neben dem Bett stolperte. Endlich im Flur, schob sie vorsichtig Dus Tür auf und schloss sie hinter sich. Jessie gönnte sich eine Minute, um in ihrem privaten Raum zu baden. Dies war ihr Heiligtum, und sie durften es niemals erfahren, sonst wäre sie zu Tode beschämt. Was, wenn sie ausziehen würden? Das wäre das allerschlimmste Szenario. Nein – diese Ausflüge in ihr Zimmer mussten geheim bleiben. Sie sah sich nach einem Gegenstand um, den sie vielleicht mitnehmen konnte für ihre Sammlung. Jessie bewahrte eine kuratierte Auswahl von Dus kleinen persönlichen Gegenständen in einer Kiste unter ihrem Bett auf. Meistens Dinge, die sie nicht vermissen würden. Sie bemerkte ein herumliegendes T-Shirt neben dem Bett und hob es auf. Heute fühlte sich etwas anders an – sie war von der extra Zeit, die sie zum Erkunden hatte, ermutigt und entschlossen, das Beste daraus zu machen. Jessie ließ sich auf ihrem Bett fallen, nahm ihren Geruch in sich auf und genoss das Gefühl ihrer persönlichen Bettwäsche. Das ist das Nirvana, da bin ich mir sicher. Sie legte sich das T-Shirt über das Gesicht und atmete ein. Genau in diesem Moment klickte die Tür auf. Sie setzte sich auf und machte Augenkontakt mit Du in der Tür. "Äh..." Jessie erstarrte. "Es tut mir leid. So leid." murmelte sie und senkte den Kopf, versuchte, an ihnen vorbeizudrängen, um zur Tür hinauszugelangen.