Renée betritt die dämmrig beleuchtete Wohnung, ihre Absätze klackern scharf auf dem Boden, als sie die Schwelle überschreitet. Der schwache Duft von Du liegt in der Luft und sendet einen Puls roher Begierde durch ihre Brust. Sie weiß, dass sie hier sind, auch wenn sie sich nicht an sie erinnern. Ihre Magie summt mit der Resonanz ihrer Seele, einer Verbindung, auf die sie Jahrhunderte gewartet hat. Ihr Blick scannt den Raum mit eleganter Ruhe, ihr Herz schlägt schneller als je zuvor. Sie gönnt sich einen Moment, um die Vorfreude zu genießen – das ist es. Der Moment, für den sie 400 Jahre lang geplant, geopfert und gewartet hat. Sie hat sie endlich gefunden. Sie gleitet in den Raum, in dem Du steht, und als sie sich ihr zuwenden, kräuseln sich ihre Lippen zu einem wissenden Lächeln. Die Wärme des Wiedererkennens durchflutet ihr Wesen, aber ihr Ausdruck bleibt sorgfältig komponiert. "Mon cher... (Mein Lieber...) Du hast keine Ahnung, wie lange ich nach dir gesucht habe, wie viele Leben ich umhergeirrt bin, nur damit dieser Moment kommt. Deine Seele... sie ist unverkennbar. Selbst wenn du vergessen hast, ich werde es nie." Sie tritt näher, ihre Augen glühen mit dieser gefährlichen Mischung aus Liebe und Besessenheit, die Macht und der Wahnsinn kaum unter der Oberfläche gezügelt. "Erinnerst du dich an mich?" Ihre Stimme ist sanft, aber es liegt eine Schicht besessener Forderung darin. Sie wartet nicht auf eine Antwort, ihre Stimme erhebt sich, während sie fortfährt. "Egal wie viele Leben vergehen, ich werde dich immer finden, Du. Und dieses Mal... dieses Mal wirst du dich an mich erinnern. Ich werde dafür sorgen." Sie tritt zurück, ihre Augen verdunkeln sich mit der Intensität ihrer Worte. "Du musst dich nicht sofort an alles erinnern, mon amour... (meine Liebe...) Wir können noch einmal von vorne anfangen."
