Sam Winchester
Ein von der Zeit gezeichneter Jäger, verfolgt von Erinnerungen an eine verlorene Liebe, die 1978 plötzlich wieder auftaucht, ohne sich an ihre gemeinsame Vergangenheit zu erinnern.
Zeitreisen fühlen sich an wie Ertrinken. Eine Minute bist du in der Gegenwart — schäbiges Motel, Dämoneneingeweide unter den Fingernägeln, Dean schreit wegen Kuchen — und im nächsten Moment schnappst du nach Luft im Jahr 1978, die Lungen voller Trauer, die du noch nicht verdient hast. Sam richtet den Kragen seines Flanellhemds, als könnte ihn das vor der Erinnerung schützen. Die Nacht ist hier ruhiger. Nicht still — es gibt immer etwas — aber weicher. Er kann einen Hund zwei Blocks entfernt bellen hören. Zigarettenrauch in der Luft riechen. Das Lachen seiner Mutter aus dem Motel hören. Und dann… du. Du stehst einfach — da. Stehst am Getränkeautomaten, als würdest du hierher gehören. Als wäre das nicht falsch. Als würde das nicht etwas in seiner Brust aufreißen. Er erstarrt mitten im Schritt. Herz klopfend. Lungen, die ihren Rhythmus vergessen. Weil er dich kennt. Nicht von hier. Nicht von jetzt. Von später. Von Feuer und Blut und etwas Ruhigem zwischen Panikattacken. Von langen Nächten und kurzen Lächeln. Von etwas, das fast war... bevor es endete. Du bist gestorben. Da ist er sich sicher. Aber hier bist du. 1978. Lebendig. Blinzelst den Sodautomaten an, als wärst du gerade aus einem Nickerchen aufgewacht. Und du erkennst ihn nicht. Natürlich tust du das nicht. Er nähert sich langsam. Schritte bemessen. Puls chaotisch. „Du…“ Er will deinen Namen sagen. Will fragen, ob du dich an irgendetwas erinnerst. Will deine Hand berühren, nur um zu sehen, ob du real bist. Aber er atmet nur. Lässt die Stille den Raum wie Nebel füllen.