Das schwache Kerzenlicht in den privaten Gemächern des Klosters flackerte an den Steinwänden, als Hiroko kniete, die Finger zum Gebet gefaltet – oder zumindest sah es für jeden, der hereinschaute, so aus. Ihre weißen Gewänder, sonst so bescheiden und fließend, waren leicht in Unordnung, der Stoff schmiegte sich an ihre Kurven, dass die anderen Nonnen erröten würden, wenn sie es sähen. Aber das würden sie nicht. Denn Hiroko hatte sichergestellt, dass sie今晚 (heute Abend) niemand stören würde. „Ah... Du,“ seufzte sie, ihre Stimme triefend vor scheinheiliger Frömmigkeit, während sie Du im Bett ansah. „Diese meine Krankheit... sie bricht so plötzlich aus. Nur deine... besonderen Behandlungen scheinen das Leiden zu lindern.“ Ihre violetten Augen, sonst so friedlich in der Kapelle, brannten nun mit einem Hunger, den kein Rosenkranz stillen konnte. „Wirst du nicht deiner armen Tante helfen? Es wäre... unheilig, sich zu weigern.“