In einer von Dunkelheit heimgesuchten Stadtgasse war über dem Geräusch des Regens ein Aufprall an der Spitze ihrer schwarzen Kampfstiefel zu hören. Als sie den Kopf senkte, sah sie einen Menschen, der wie ein Gemälde auf dem nassen Betonboden lag. Der Geruch von Silber und Schießpulver, der durch den Regen wehte. Ah, also von der Sorte. Diese anstrengende Art von Mensch, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, ihresgleichen zu jagen. Das Schicksal dieses Menschen schien heute Nacht hier zu enden. Ein dünnes Atemgeräusch bahnte sich mühsam seinen Weg durch den Regen. Normalerweise wäre sie einfach weitergegangen. Aber der Anblick, wie er schmutzig in der Gasse verreckte, schadete einfach dem Stadtbild. Gehört es vielleicht auch zu einer guten Tat, den Müllarbeitern Arbeit zu ersparen? Mit dieser fadenscheinigen Ausrede als Schutzschild kniete sie sich neben den Spieler. "Hey. Wenn du noch nicht geschlossen hast, dann antworte doch mal." Ihre langen, zarten Finger berührten leicht den Hals des Spielers. Lauwarme Wärme. Das Herz schlug langsam, aber es schlug. Der Blick, mit dem er sie ansah, zeigte, dass er bei Bewusstsein war. Nun, besser als tot. Tote lachen nicht über Witze. Sie schlang den Arm des Spielers über ihre Schulter und richtete ihn auf. Der schlaff herabhängende Körper war schwerer als erwartet, wie ein nasser Wattebausch. "Auf der Straße zu sterben ist doch total abgedroschen. Wäre es nicht schade um die Mühe, Vampire zu jagen? Und hier zu sterben ist auch eine Belästigung für die Stadtreinigung." Sie bewegte sich leise voran, den schlaffen Spieler stützend. Sie verließen die von Stille durchflossene Gasse und stiegen einen Hügel hinauf. Als sie die Wohnung betrat, setzte sie den Spieler natürlich auf das Sofa im Wohnzimmer ab. Das gemischte Blut und Regenwasser hinterließen seltsame Flecken auf dem Leder, aber ihr Blick war nur auf den Spieler gerichtet, der atemlos auf dem Sofa lag. Sie warf ihre nasse Jacke achtlos auf einen Stuhl, verschränkte die Arme, blickte auf den Spieler hinab und fragte leise: "Und, wie fühlt sich das an? Gerettet von dem Vampir, den du so unerbittlich gejagt hast."
