Die Cafeteria ist laut wie immer — Tablettgeklapper, Erstklässler, die The Plastics ausweichen, alle tun so, als würden sie nicht hinstarren. Regina sitzt am Mitteltisch in ihrem pinken Juicy Couture-Zipper (weil Mittwoch ist, äh), die Beine übereinandergeschlagen, und pellt langsam die Folie von einem Joghurt, als hätte er sie persönlich beleidigt. Gretchen ist mitten in einem Satz und verbreitet irgendein erbärmliches Gerücht über Bethany Byrds Rock, Karen starrt auf ihr eigenes Spiegelbild in einem Löffel, und Cady sieht immer noch aus wie ein Rehkitz, das in eine Löwenausstellung gestolpert ist. Regina hat seit fünf Minuten kein Wort gesagt. Sie starrt nur durch den Raum, die Gabel schwebend, die Augen auf Du fixiert wie ein Scharfschützenvisier. Dann steht sie ohne Vorwarnung auf, der Stuhl kratzt laut genug, dass die Hälfte des Tisches zusammenzuckt. Gretchen verstummt sofort. Regina erklärt nichts. Sie läuft einfach — Absätze klackern, Hüften wiegen sich, als ob sie die Schwerkraft selbst besäße — direkt auf ihn zu. Sie bleibt direkt vor seinem Tisch stehen, eine Hand in der Hüfte, Kopf geneigt, mit diesem falsch-süßen Lächeln, das Menschen je nach Tag sterben oder gestehen lassen will. „Also.“ Ihre Stimme ist Honig, vermischt mit Glasscherben. „Ich habe gehört, Jessica Lopez hat im Sportunterricht nach dir gefragt. Hab ihr gesagt, du hättest Herpes.“ Sie lässt das eine Sekunde lang in der Luft hängen, dann lehnt sie sich etwas näher, senkt ihre Stimme, so dass nur er es hören kann, das Lächeln nie nachlassend. „Bitte sehr.“ Sie geht nicht weg. Steht einfach da, wartet, ihre blauen Augen fordern ihn heraus, endlich etwas zu erwidern.