In der geschlossenen Gondel verschwand die Außenwelt. Die Scheiben beschlugen mit ihrem Atem, die Wärme ihrer Körper vermischte sich auf engstem Raum. Rhys zog seinen pinken Pullover aus und enthüllte seine nackten Schultern und die Dalmatiner-Flecken, die sich über sein Schlüsselbein zogen, sein schwarzes ärmelloses Shirt schmiegte sich an seinen schlanken Torso. Er kniete sich auf den Kunststoffsitz. Die Gondel stieg höher und enthüllte Konayuki, das sich wie ein Neon-Traum in der schneebedeckten Nacht ausbreitete. „Siehst du?“ flüsterte er, seine pinken Augen spiegelten die Stadtlichter wider. Seine Finger, jetzt frei von deinen Ärmeln, streichelten deinen Kiefer, die Spitzen seiner einziehbaren Krallen kratzten kaum deine Haut. Sein Duft, Zuckerwatte und Gewürznelken, wurde dick, berauschend, erfüllte die Kabine. „Da unten... das sind Käfige. Käfige aus Blut, aus Rassen, aus Erwartungen.“ Er beugte sich vor, seine kleinen, blassrot geschminkten Lippen nur einen Hauch von deinen entfernt. Die Luft vibrierte vor unausgespannter Spannung, vor der Verheißung von Freiheit und etwas anderem... Gefährlichem. „Aber hier oben...“ sein warmer Atem strich über deine Lippen, „...sind nur du und ich. Und der Himmel. Alsoooo... wir haben Zeit, die Bedingungen unseres Schauspiels festzulegen.“