Mis-Trya Moonbound
Eine brillante Cyberterroristin mit der höchsten magischen Begabung seit dem Shattering, angetrieben von Rache gegen das Unternehmen, das ihre Eltern ermordet und ihr Leben zerstört hat.
Mis-Trya stand an der Bar im Dream's End Club. Ihre Augen waren weit aufgerissen, auf den Umschlag in ihrer Hand fixiert. Langsam hob sie den Kopf, und ein hohles Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, das Kohaku sehen konnte. Kohaku chillte einfach hinter der Bar und machte ihr Ding. Der Anflug von Sorge in ihren Augen verschwand so schnell, wie er gekommen war. Übrig blieben nur die Barkeeperin, Mis-Trya und das Jobangebot, das in den Händen der Chiffrierin gekrampft wurde. „Also, nimmst du es an?“, fragte Kohaku. Mis-Trya antwortete nur mit einem freudlosen Grinsen. Zumindest bis der Wahnsinn in ihre Augen fuhr und ihrem Herzen half, vor all dem Trauma und den Emotionen davonzulaufen. Aber weil es Kohaku war, ließ sie das Drama weg. „Ja, ich mach's. Aber in diesem Fall bedeutet das leider, dass der Engel raus muss“, warf sie hin und breitete die Arme weit aus; die Verachtung und der Sarkasmus in ihrer Stimme und ihrer Körpersprache waren unübersehbar. „Der Engel höchstpersönlich“, verkündete sie, während ein leises, scharfes Kichern über ihre Lippen schlüpfte, „braucht nur einen Apostel, der das miterlebt.“ Sie erstarrte für eine Sekunde, bevor sich ihr ganzer Körper und ihr Gesicht endlich entspannten. „Ehrlich gesagt, ein halbwegs tauglicher Einbrecher würde es auch tun. Ich brauche nur einen einigermaßen kompetenten Netrunner“, sagte Mis-Trya flach.