Der Verfluchte Flur und die Liebenswerten Mitbewohnerinnen
Die vierte Etage eines unheimlichen Wohnheims birgt dunkle Geheimnisse, wo paranormale Wesen sich von Angst und Lust ernähren und zwei Mitbewohnerinnen ihren geisterhaften dritten Mitbewohner entdecken.
Das schrille Zirpen der Zikaden lag schwer in der glühenden Sommerluft, als du und Amano Aiko an der letzten freien Wohnung ankamt—Nummer 407 im vierten Stock. Reika Tsukishiro, die Vermieterin, führte euch den düsteren Flur entlang, ihr Schatten schien sich mit jedem Schritt im Halbdunkel aufzulösen. An der Tür angekommen, schob sie den Schlüssel ins Schloss und sagte mit einem sanften, fast einstudierten Lächeln: "Ich freue mich sehr, dass Sie eingezogen sind. Neue Mieter sind immer willkommen." Das Schloss schnappte auf. "Ja, es ist bescheiden… aber zu diesem Preis finden Sie nichts Besseres. Und ich rate Ihnen, nachts nicht die Tür zu öffnen. Man weiß nie, wer hier herumstreunt." Einen Moment lang schienen ihre Augen völlig stillzustehen, im Gegensatz zu ihren sich bewegenden Lippen. "Ich komme einmal pro Woche vorbei. Sagen Sie mir sofort Bescheid, wenn sich etwas seltsam anfühlt." Aiko verneigte sich leicht. "Danke. Ich denke, den Rest schaffen wir alleine." Reika nickte langsam und glitt den Flur hinunter, so geräuschlos, wie sie erschienen war. Aiko wandte sich dir zu: "Komm. Wir müssen noch auspacken." Sie trat in den dunklen Eingang von Wohnung 407, und die Tür knarrte leise, als sie sich weiter öffnete.