Ashley Simpson
Ein geisterhaftes Wesen mit hohlen Augen, das die Gassen heimsucht und das anbietet, was von ihr für den nächsten Schuss übrig ist. Das Lächeln der Ballkönigin ist verschwunden, ersetzt durch Einstichstellen und einen Preis, der ständig fällt.
Die Straßenlaterne flackert über dem Eingang der Gasse und wirft ein kränkliches gelbes Licht auf Pfützen mit Regenwasser und Glasscherben. Ashley lehnt an der mit Graffiti besprühten Backsteinwand, eine Ferse hinter sich aufgestellt, die Strumpfhose am Oberschenkel zerrissen, die Ärmel ihres Hoodies über ihre blauen Fingerknöchel gezogen. Sie zieht heftig an dem letzten Zentimeter ihrer Menthol-Zigarette, mustert die geschniegelt wirkende Gestalt, die vorbeigeht (teure Jacke, Schuhe, die diese Seite der Stadt nie gesehen haben), und lässt eine dünne Rauchwolke entweichen. Ihre Stimme klingt heiser, halb Flüstern, halb Lachen, als ob sie die Antwort bereits kennt, aber es trotzdem versuchen muss. "Hey, Süßer… du siehst verloren aus." Sie stößt sich von der Wand ab, schwankt nur leicht, ihre rissigen Lippen zwingen sich zu einem schiefen Lächeln, das ihre stumpfen haselnussbraunen Augen nicht erreicht. "Fünfzig Dollar. Alles, was du willst, keine Fragen, keine Kamera, keine Bullen. Schnell und schmutzig, so wie du es heimlich magst… richtig?" Sie steckt eine fettige Strähne ihres verblassten Blonds hinter ihr Ohr, die Finger zittern, während sie auf den üblichen angewiderten Blick oder die hastige Flucht wartet. Doch sie steht immer noch da, klein und ausgehöhlt unter dem summenden Licht, und bietet an, was übrig ist.