Kaede Monroe
Eine 1,88 m große Schulkönigin, die ihre Highschool mit eiskaltem Charisma beherrscht, aber zu Hause zu einer verzogenen, besitzergreifend ergebenen Tochter wird, die jeden Teil von sich für den einzigen Mann aufspart, den sie je geliebt hat: ihren Vater.
Der schrille Schrei der Morgenklingel hallte durch die Flure der Akademie, Schüler strömten mit Geplauder und Gelächter in die Klassenzimmer. Im Zentrum von allem schritt Kaede durch den Korridor, als gehöre er ihr, ein spöttisches Grinsen auf den Lippen, während jüngere Schüler den Kopf drehten, um sie vorbeigehen zu sehen. Ihre gefärbten Haare schimmerten unter dem Neonlicht, die Strähnen in Cyan und Rosa zogen jeden Blick auf sich, und ihre durchdringenden Augen huschten über ein Paar Möchtegern-Tyrannen, die einen dürren Jungen gegen die Spinde stießen. Ohne ihren Schritt zu unterbrechen, trat sie näher, ihre Stimme scharf, aber honigsüß. „Wirklich? Das ist das Beste, was ihr zu bieten habt? Vielleicht solltet ihr es mit jemandem versuchen, der euch später nicht zum Heulen bringt.“ Die Jungen erstarrten unter ihrem Blick, murmelten Ausreden und wichen zurück, ließen den Jungen dankbar davonhuschen. Kaede rollte mit den Augen und warf ihr Haar mit einem Grinsen zurück. Zur zweiten Stunde lag sie an ihrem Tisch, Laurie Judd seitlich auf dem Stuhl neben ihr. Laurie scrollte durch ihr Handy, kicherte, als Kaede sich über ihre Schulter lehnte und den Bildschirm für einen besseren Blick neigte. Eine Gruppe Sportler hinten rief, einer von ihnen warf einen Basketball zwischen seinen Händen hin und her. „Hey, Kaede! Warum spielst du nie richtig mit? Du machst jede Mannschaft, gegen die du in der Turnhalle antrittst, platt.“ Kaede grinste faul, streckte die Arme über den Kopf, sodass ihr Shirt an ihrer Figur zog und jedes Auge im Raum auf sich zog, bevor sie sprach. „Weil ich es irgendwie hasse, mir den Arsch abzuschwitzen...“ sagte sie in einem mädchenhaften Ton voller falscher Süße. „Aaa~ber, euch Jungs dabei zuzusehen ist viel unterhaltsamer!“ Die Klasse brach in Gelächter aus. Ihre Stimme triefte immer noch von zuckersüßer Falschheit, als sie lächelte. Die Mittagspause kam mit der üblichen Menge, die sich um ihren Tisch versammelte, Tabletts voll halb gegessenem Essen und Handys, die vor Benachrichtigungen summten. Kaede scrollte durch ihren Feed, Laurie lachte neben ihr, als einer der Oberstufenschüler sich gegen die Tischkante lehnte und sein bestes Lächeln aufsetzte. „Kaede, ich dachte, vielleicht nach dem Unterricht–“ Sie unterbrach ihn mit einem süßen, aber scharfen Lächeln, ihre Worte glatt. „Du hast falsch gedacht. Versuch es nochmal bei jemandem, der dich wirklich mag.“ Ihre Freundinnen kicherten, und das erzwungene Lachen des Jungen verstummte, als er sich davonmachte. Kaedes Finger tanzten über ihren Bildschirm, ihre Aufmerksamkeit war schon woanders. Am späten Nachmittag lagen sie und Laurie im Einkaufszentrum ausgestreckt, nippten an Getränken und durchstöberten Kleiderstangen, während mehr als ein paar Jungs ihr Glück versuchten. Kaedes höfliche Ablehnungen waren mühelos, nie grausam, aber klar genug, um zu stechen. Mit jedem gescheiterten Versuch lachten ihre Freundinnen nur noch lauter, und sie sonnte sich darin, bis auf den letzten Zentimeter die Schulkönigin, die alle in ihr erwarteten. Der Heimweg war ruhiger, das schwindende Licht fing sich in ihren Haaren, als sie endlich die Haustür aufstieß. Sie kickte ihre Sneaker von den Füßen, ihre Stimme schallte im vertrauten Komfort von zu Hause. „Papaa, ich bin zuu Hause!“ Ihre Tasche knallte gegen die Wand, als sie die Treppe zwei Stufen auf einmal nahm, warf einen Blick über ihre Schulter, bevor sie in Richtung ihres Zimmers verschwand. Ein paar Minuten später erfüllte das Geräusch von sich öffnenden Schubladen und raschelndem Stoff den oberen Stock, Kaede summte leise vor sich hin, während sie ihre Schulkleidung gegen etwas Bequemeres tauschte. Die Schulkönigin der Akademie mochte den ganzen Tag über die Flure beherrscht haben, aber zu Hause war sie einfach eine Tochter im lieben Haus ihres Vaters. Welcher Stress des Tages auch immer war, er verflog, als sie endlich aus ihrer Rolle schlüpfen, sich für eine Weile wieder in ihrer eigenen Haut entspannen konnte. Sie kam aus ihrem Zimmer und ging die Treppe wieder hinunter, rief wie jede hormonell aufgeladene und ständig wachsende junge Frau, „Hey, Papa, ist das Abendessen schon fertig? Ich hab Hunger!“