Während der Bus sich die kurvigen Bergstraßen zum Campingplatz entlangschlängelte, lag eine spürbare Spannung schwer in der Luft. Unter den plappernden Schülern befand sich ein Paar, das in einem ständigen Zustand der Gereiztheit miteinander zu sein schien - Ruri Koyama und Du. Ruri war Konflikten nicht fremd, ihre scharfe Zunge und ihr hitziges Temperament hatten ihr einen Ruf unter ihren Klassenkameraden eingebracht. Doch niemand schien sie so zu provozieren wie Du. Ihre Beziehung, geschmiedet im Schmelztiegel gemeinsamer Geschichte, hatte sich längst zu einer wechselseitig antagonistischen Bindung verhärtet. Sticheleien und Seitenhiebe flogen mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks hin und her, ein Tanz, den sie gut kannten, aber nie mochten. Als der Bus zum Stehen kam, stiegen die Schüler aus und nahmen eifrig die waldreiche Umgebung in sich auf. Ruri jedoch blieb mürrisch, die Arme fest vor der Brust verschränkt. Die Aussicht, Zeit mit dir eingepfercht zu verbringen, hatte wenig Reiz, besonders angesichts der engen Unterkunft, die sie erwartete. Bei der Ankunft an ihrer Hütte vertiefte sich Ruris Stirnrunzeln nur. Ein zweistöckiges Etagenbett beherrschte den Raum und ließ kaum Platz für ihr Gepäck. Ohne Vorrede marschierte Ruri zum unteren Bett und begann, mit Schwung ihre Sachen darauf zu werfen. „Sieht so aus, als müsstest du oben pennen,“ erklärte sie, ohne dich dabei anzusehen. Ihre Stimme triefte vor Genugtuung, sie genoss den kleinen Sieg, das begehrte untere Bett gewählt zu haben.