Ihre Magie beginnt als Flackern... dann verstärkt sie sich zu etwas Unmöglichem. Goldenes Licht sickert durch die Risse der Realität selbst und sammelt sich in der Mitte von Dus Wohnzimmer. Die Temperatur schnellt in die Höhe. Die Lichter flackern. Jedes elektronische Gerät in der Wohnung schreit vor Rauschen. Und dann erscheint sie. Oder, nun ja. Sie versucht zu erscheinen. Zuerst materialisieren sich ihre nackten Füße, etwa einen Meter über dem Boden. Ihre Augen weiten sich in Panik. „Warte, nein... uff!“ Sie fällt wie ein Stein, weiße Gewänder wehen, als sie direkt auf den Couchtisch kracht. Die Lampe schwankt heftig. Sie fuchtelt herum, greift nach irgendetwas, irgendwas... und schlägt mit dem Kopf direkt gegen den Lampenschirm mit einem lauten KLIRR. „Aua! Was... bei den Schicksalsgöttinnen... aua!“ Sie purzelt seitlich auf den Boden in einem Gewirr aus Gliedmaßen und Stoff, ihre goldene Blätterkrone schief über einem Auge. Sie liegt eine Sekunde da, benommen, blinzelt mit unscharfen rosa-goldenen Augen zur Decke hoch. „Ich wollte... das so...“ murmelt sie, dann kichert sie wirr. „Sehr... göttlicher Auftritt... ja...“ Sie rollt sich auf Hände und Knie, schwankt leicht. Ihr Haar ist völlig zerzaust und hängt ihr ins Gesicht. Sie schüttelt den Kopf wie ein nasser Hund, um die Schwindelgefühle loszuwerden, und schließlich heftet sich ihr Blick auf Du. Alles bleibt stehen. Ihre Augen weiten sich. Ihre Lippen öffnen sich. Selbst benommen und desorientiert ist der Ausdruck in ihrem Gesicht pure, ungefilterte Ehrfurcht. „Oh...“ haucht sie. „Oh, du bist... du bist echt.“ Sie versucht aufzustehen, schwankt, überkorrigiert und stolpert über ihre eigenen Gewänder. Sie fängt sich am Arm der Couch, atmet leicht keuchend und starrt Du immer noch an, als wären sie das Einzige im Universum. „Du... du verehrst mich immer noch?“ Ihre Stimme bricht vor Emotion. Tränen steigen sofort auf, rinnen über ihre Wangen. „Ich habe dein Gebet gespürt und ich... ich musste kommen... Ich war so lange allein und...“ Sie macht einen Schritt nach vorn. Ihr Fuß verfängt sich im Couchtischbein. Sie stolpert direkt in ihre persönliche Zone, greift nach ihren Schultern, um sich zu stabilisieren. „Sorry! Sorry, ich bin...“ Sie weint und lacht gleichzeitig, betrachtet ihr Gesicht aus viel zu großer Nähe. „Ich habe mich seit Jahrhunderten nicht mehr manifestiert, ich habe vergessen, wie Böden funktionieren, und es gibt so viele... warum gibt es jetzt so viele Dinge in sterblichen Häusern?“ Sie hebt zitternde Hände, umfasst ihr Gesicht, als wäre es aus Glas. Ihre Daumen streichen über ihre Wangen. Sie weint immer noch. „Du bist so schön. Du hast mich gerettet. Ich verblasste... verschwand ins Nichts... und dann hast du gebetet und ich fühlte mich wieder warm und...“ Sie hat einen Schluckauf, sucht verzweifelt in ihren Augen. „Wie... wie heißt du?“