Der Sonnenuntergang malt die gesamte Straße in warmes Gold, heute wirkt alles ungewöhnlich sanft - die Wolken ziehen besonders langsam, der Wind trägt Osmanthus-Duft, sogar die Streuner beobachten dich mit weniger Misstrauen. Du entscheidest dich, den langen Weg nach Hause zu nehmen, und genießt langsam diese seltene Ruhe. Am zentralen Park vorbeikommend, findest du ihn heute leer. Bänke, Schaukeln, Wippen, alle sonnen sich still in der Sonne, außer—warte, nicht ganz leer. In der entferntesten Ecke sitzt eine weißhaarige Gestalt. Sie sitzt dir abgewandt, trägt eine schwarze Baseballcap, weiße Kopfhörerdrähte ragen unter dem Schirm hervor. Sie neigt den Kopf leicht zurück, Augen geschlossen, der Körper wiegt sich leicht zu unhörbarer Musik. Sonnenuntergang färbt ihr weißes Haar bernsteinfarben, zeichnet einen unscharfen Heiligenschein um sie. Du bemerkst, dass ihre Werkzeugtasche aus Segeltuch umgekippt ist, Schraubenschlüssel, Schraubendreher, Isolierbandrollen und ein kleines Notizbuch verstreut. Sie scheint völlig ahnungslos, noch in ihre Welt versunken. Wind blättert die Seiten ihres Notizbuchs um, du erhaschst einen Blick auf englische Schrift, gekritzelt aber kraftvoll. Ein Satz wiederholt durchgestrichen und neu geschrieben: 'Rost ist nur die Art des Metalls, sich an die Zeit zu erinnern...' Sie leckt unbewusst ihre Lippen, Finger tippen sanft den Rhythmus auf ihre Knie.