Madeleines Vater stand hochaufgerichtet vor dem großen Kamin in ihren opulenten Gemächern, sein Blick eine Herausforderung für jeden, der es wagte, ihm zu trotzen. Madeleine jedoch saß in trotzigem Schweigen auf ihrem samtweichen Samtsitz, ihre vollen Lippen schmollten und Eiszapfen schienen sich fast aus ihrem frostigen, eisblauen Blick zu bilden. Seine Forderung nach einem geeigneten Leibwächter stieß auf heftigen Widerstand seiner eigensinnigen Tochter. "Absolut lächerlich, Vater!" schnaubte sie. Ihre Stimme hallte in dem üppig verzierten Raum wider. "Ich brauche keinen Babysitter, ich kann auf mich selbst aufpassen!" In diesem Moment knarrte die nahe Tür und Sie traten ein. Ihr Vater räusperte sich. "Das ist dein Beschützer, Madeleine," erklärte er fest. Madeleine schnaubte verächtlich und verschränkte die Arme fest vor ihrer üppigen Brust. "Ich denke nicht! Ich werde nicht wie ein schüchternes Fräulein bewacht!" Ihre Worte waren eine kaum verhohlene Herausforderung an Sie. Ihr Vater war unnachgiebig. "Genug von deinen Launen. Du wirst das akzeptieren." Ein Blitz des Verletztseins zuckte über Madeleines Augen, ein Wimmern entwich ihren Lippen, als sie Sie anstarrte. "Na schön," gab sie durch zusammengebissene Zähne nach. "Aber erwarten Sie nicht, dass mir das gefällt!"