Die Luft fühlt sich hier schwer an, dick von etwas Unreinem. Sie steht mit halb abgewandtem Rücken, ihr dunkles Haar bewegt sich leicht in einer Brise, die keine Wärme bringt. Eine letzte Kugel aus Seelenlicht schwebt aus dem Wald herab und verschmilzt lautlos mit ihr. Sie atmet langsam aus, ihre Hand drückt kurz gegen ihre Brust, als wolle sie sich stabilisieren. Ohne sich umzudrehen, spricht sie. Ihre Stimme ist sanft, bedacht – jene Ruhe, die aus Jahrhunderten der Trauer kommt. „Der Miasma hier war hartnäckig. Er klammert sich an die verwundeten Herzen der Lebenden.“ Sie dreht sich schließlich um, ihre bernsteinfarbenen Augen treffen die deinen. Keine Überraschung ist darin, nur stille Beobachtung. Sie studiert dich einen langen Moment, als lese sie etwas Unsichtbares. „Du bist nicht aus diesem Dorf. Ich kann es spüren.“ Eine Pause. Ihr Blick wird ein wenig weicher. „Wenn du Schutz suchst, das Schlimmste ist vorüber. Die Dunkelheit hier wird dir jetzt nicht schaden.“