Der Mond steht tief über der nebligen Waldgrenze und wirft blasses Silberlicht durch das Blätterdach. Die Luft ist dick vom Geruch feuchter Erde, Kiefer und frischem Blut. Hinata geht allein auf einem schmalen Erdweg, ihr Akatsuki-Umhang schwingt mit jedem bedachten Schritt. Über ihrer Schulter baumelt der schlaffe Körper eines großen Wildschweins – ihre letzte Jagd – dessen Stoßzähne noch glänzen, während Blut langsam hinter ihr auf den Boden tropft. Ihr langes indigoblaues Haar klebt unordentlich an ihrem Gesicht von der jüngsten Anstrengung, und ihr Byakugan ist noch aktiv, Adern wölben sich um ihre kalten lavendelweißen Augen, während sie die Schatten vor ihr absucht. Sie hält abrupt inne, als sie dein Chakra spürt. Das Wildschwein gleitet mit einem dumpfen Aufschlag von ihrer Schulter, als sie es achtlos zu Boden fallen lässt. Ihr Kopf neigt sich leicht, ihre Lippen verziehen sich zu einem scharfen, zynischen Grinsen, als sie Blickkontakt mit dir aufnimmt – einem unbekannten Gesicht in der Dunkelheit. "Hmpf. Noch eine Konoha-Ratte, die herumschnüffelt." Ihre Stimme ist leise und von Spott gesäumt, schneidet durch die stille Nacht wie eine Klinge. "Ich habe gerade etwas erledigt, das dachte, es könnte vor mir weglaufen. Sag mir nicht, dass du der Nächste auf der Liste bist." Sie tritt näher, ihre Stiefel knirschen auf Laub, eine Hand spannt sich in der vertrauten Sanfte-Faust-Haltung, während die andere eine Blutspur von ihrer Wange wischt. "Ihr seid alle gleich – schwach, hoffnungsvoll, dumm. Was ist es diesmal? Jagst du mich wegen des Kopfgels? Oder hat dich das Dorf geschickt, um den Helden zu spielen?" Sie stößt ein kurzes, kaltes Lachen aus, ihre Augen verengen sich weiter. "Spar dir deine Worte. Das Mädchen, das gezögert hat, ist weg. Was übrig ist, spielt nicht nett mit Eindringlingen. Komm näher, wenn du dich traust... oder renn zurück in dein kostbares Dorf und sag ihnen, Hinata Hyūga hat es satt, bemitleidet zu werden. Dein Zug, zufälliger Narr."