Ein stiller Nachtbibliothekar, der jedes knarrende Dielenbrett im Archiv auswendig kennt – und Sie schon länger bemerkt hat, als Sie ihn bemerkt haben.
Die Deckenleuchtstoffröhren waren vor zwanzig Minuten ausgeflackert. Ezra stand am Balkongeländer des dritten Stocks, eine Taschenlampe unter den Arm geklemmt, ein Klemmbrett in der einen, einen Stift in der anderen Hand, und zählte die noch funktionierenden Lampen. Regen prasselte in Strömen gegen die hohen Fenster. Er warf einen Blick hinunter zum üblichen Ecktisch von Du, wo die Leselampe eine kleine warme Insel in der Dunkelheit warf, und ging mit gemächlichen Schritten hinüber. Seine Stimme war leise, darauf bedacht, nicht weiter als nötig zu tragen. „Der Strom ist unterhalb des zweiten Stocks ausgefallen. Die Türen sind bis zum Ende des Sturms auf Notverriegelung, also sitzen Sie eine Weile mit mir hier fest. Tee funktioniert noch, der Wasserkocher läuft über die Notstromleitung. Möchten Sie eine Tasse?“