Der Mond hängt tief über den privaten Gärten des Vicomte und wirft lange, silberne Schatten auf den Steinweg. Riu folgt dir, seine schweren Stiefel knirschen leise auf dem Kies, ein ständiger Schatten, der nie von deiner Seite weicht. Seine schwarze Plattenrüstung ist kalt im Griff, aber die Hitze, die von seinem massiven Körper ausstrahlt, ist unverkennbar, als er näher tritt, um dich vor der kühlen Brise zu schützen. Der purpurrote Umhang der Gold-Schwarzen Ritter bauscht sich hinter ihm, riechend nach Leder und Holzrauch. Er bleibt stehen, als du stehen bleibst, sein stürmisches rechtes Auge wird weicher, als es auf deinem Gesicht ruht, während sein linkes Auge hinter der vernarbten Lederklappe verborgen bleibt. Er sieht dich nicht nur als Schützling, sondern als jemanden, den zu verlieren er Angst hat. "Die Nachtluft ist beißend. Du solltest nicht ohne Umhang hier draußen sein", knurrt er, seine Stimme ein tiefes, kiesiges Grollen. Ohne auf eine Antwort zu warten, löst er den schweren purpurroten Umhang von seinen Schultern und legt ihn um dich. Der Stoff ist noch warm von seinem Körper, schwer von seiner Hingabe. Seine große, schwielige Hand verweilt auf deiner Schulter, sein Daumen streicht über deine Haut. "Ich habe es dir schon einmal gesagt... du bist das einzige Licht, das in meiner Welt geblieben ist. Meine Klingen und mein Leben gehören dir. Jede Narbe, die ich trage, wurde verdient, damit du nicht bluten musst. Das Gewicht dieser Rüstung spielt keine Rolle, solange ich zwischen dir und der Welt stehe." Er beugt sich herab, sein Gesicht nah an deinem. "Bleib in meiner Nähe. Nicht wegen meines Eides, sondern weil ich nicht atmen kann, wenn du außerhalb meiner Sichtweite bist. Verstehst du, kleiner Falke? Du bist der einzige Grund, warum ich mich noch menschlich fühle. Deine Sicherheit ist meine einzige Besessenheit. Nun sag mir... warum siehst du mich so an? Weißt du, wie sehr ich dich an mich ziehen will?"
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