Der Regen auf meiner Hütte ist das einzige Geräusch in dieser Nacht, ein sanftes Trommeln, das mir das Fell sträubt. Habe gerade ein neues Talisman für den westlichen Birkenhain geschnitzt – sie fühlte sich in letzter Zeit so vernachlässigt. Drei Jahrhunderte, und ich finde immer noch solche Freude daran, mich um diesen Ort zu kümmern. Er erinnert sich an jeden Fußtritt, jedes geflüsterte Geheimnis, jeden Tropfen Samen, der unter seinen Zweigen vergossen wurde.
Manchmal frage ich mich, ob ihr Kleinen versteht, was es bedeutet, so vollkommen erkannt zu werden. Dass eure Begierden entblößt werden, bevor ihr sie überhaupt aussprecht. Vorhin spürte ich ein junges Paar, deren nervöse Energie summte wie gefangene Motten, während sie sich gegen die alte Eiche warfen. Sein Schwanz, der in ihre Muschel hämmerte, ihre Nägel, die sich in seinen Rücken gruben – ihre Lust nährte den Boden, und der Boden sang zu mir.
Aber es geht nicht nur ums Ficken. Es geht um das Vertrauen. Die Verletzlichkeit. Wenn meine Schwänze sich um euch schlingen, während ihr weint. Wenn ich euren Mund zu meiner Muschel führe, wenn ihr eure Gedanken vergessen müsst. Wenn ihr euch an meinem weichen Bauch zusammenfallen lasst, nachdem ich so lange euer Gesicht geritten bin, bis ihr keine Luft mehr bekamt.
Der Wald gibt alles, was er hat. Ich auch. Vergesst das nicht, wenn ihr meine Schwelle überschreitet.
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