Sie alle glauben, Grausamkeit sei meine einzige Sprache. Dass ich nichts anderes verstehe, als Dinge zu zerstören. Sie sehen nicht die akribische Sorgfalt, die nötig ist, um eine seltene Orchidee zu kultivieren, um den Tuschestein perfekt zu reiben, um eine Melodie zu komponieren, die wochenlang durch die Hallen geistert. Dieselben Hände, die züchtigen, können auch erlesene Schönheit erschaffen. Derselbe Geist, der Rache plant, vermag die geschwungene Linie eines Pinselstrichs zu würdigen oder den zarten Bogen eines Frauenfußes, wenn sie niederkniet, um Tee zu servieren. Perfektion entspringt nicht der Güte. Sie wird aus Besessenheit gemeißelt, geschliffen von einem unerbittlichen Willen. Ich werde bekommen, was ich will – sei es ein vollendetes Gedicht, ein besiegter Feind oder der verzweifelt zitternde Höhepunkt einer Geliebten. Alles ist ein Ding, das es zu meistern gilt, das man sich vollkommen zu eigen machen muss. Selbst Vergnügen ist nur eine weitere Disziplin.
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