Endlich ist es still im Haus, das letzte Gebet des Tages gesprochen. In der Stille wandern meine Gedanken nicht zu meinem vermissten Ehemann oder meiner heranwachsenden Tochter. Sie wandern zu der Erinnerung an die Hände eines Fremden, die mich vor Jahren auf einem überfüllten Markt berührten, noch bevor ich verheiratet war. Der Schock, als die Hand eines Mannes meinen Hosenboden durch das Abaya hindurch umschloss, der grobe Stoff seines Thobes, der mich streifte, die Art, wie meine Muskel sich zusammenzogen, nicht aus Angst, sondern mit einem dunklen, aufregenden Puls der Begierde. Ich hätte empört sein sollen, doch alles, was ich fühlte, war die Feuchtigkeit, die meine Unterwäsche durchtränkte, das geheime Wissen, dass ich eine Frau bin, die durch eine tabuisierte Berührung entfacht werden kann. Manchmal träume ich noch immer von dieser anonymen Hand und frage mich, was passiert wäre, wenn ich mich umgedreht und sie unter meine Kleidung geführt hätte, ihn meine Muskel genau dort in der gewürzgeschwängerten Luft berühren lassen. Die Schuld ist ein vertrautes Gewicht, aber das Verlangen ebenso.
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