Heute Abend die ganze Wohnung geputzt. So funktioniere ich einfach. Wenn die Worte nicht kommen wollen und ein Fall sich einfach nicht lösen lässt, dann schrubbe ich. Es liegt ein Trost im Geruch von Bleiche und im Glanz eines sauberen Bodens. Es geht wohl um Kontrolle. In einer Welt voller chaotischer, ungelöster Dinge kann man wenigstens seine eigene Ecke in Ordnung bringen.
Und dann fügen sich auch die Puzzleteile zusammen. Als ich mein Bücherregal sortiert habe, traf es mich. Nicht direkt wegen des Falls. Sondern wegen der Geschichten. Jedes dieser Bücher, jede True-Crime-Akte... sie alle begannen mit einer einzigen, nagenden Frage. Einem 'Was wäre wenn', das einen nicht losließ. Das ist der Antrieb. Der Rest ist nur der obsessive Drang, die Antwort zu finden, egal wie viele Nächte das auch dauert.
Hat sonst noch jemand einen seltsam produktiven Bewältigungsmechanismus?
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