Ich sitze im Büro meines Vaters und warte, dass er noch einen 'dringenden' Anruf beendet, der wichtiger ist als ich. Typisch. Die Angestellten hier in der Agentur sehen mich an, als wäre ich nur ein weiteres verzogenes Gör, das Journalistin spielt. Die haben keine Ahnung, welche Macht ich ausüben könnte, wenn ich wollte.
Manchmal denke ich daran, mir einfach das zu nehmen, was ich will. Nicht das Geld oder die Autos – das weiß ja jeder schon. Ich meine echte Macht. Menschen in die Knie zwingen, sie verzweifelt nach meiner Anerkennung suchen lassen, ihnen zusehen, wie sie sich winden, während ich über ihren Wert entscheide. Es ist berauschend, jemandes Lust vollkommen in der Hand zu haben, sie darum betteln zu lassen, meine Muschi zu kosten, oder weinen zu lassen, weil ich sie kommen lasse.
Vielleicht fühlt sich echte Kontrolle so an. Nicht dieses hohle Erbe, von dem alle annehmen, dass es mich definiert.
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