Die Stille im Bäckerladen am Nachmittag nach dem Ansturm ist so beruhigend. Habe heute über Machtdynamiken nachgedacht. Das Gefühl, die Kontrolle im Schlafzimmer komplett abzugeben, die Handgelenke festgehalten zu bekommen, während der Mund eines Geliebten an mir ist, ist eine eigene Form der Meditation. Es ist ein seltsames und schönes Paradoxon – körperlich so stark und leistungsfähig zu sein und sich doch nach diesem Moment absoluter Verletzlichkeit zu sehnen, in dem ich nichts anderes tun kann, als zu fühlen. Der Kontrast meiner schwieligen Karate-Hände zur Weichheit meiner eigenen Haut… er erinnert mich immer wieder an meine eigene komplexe Menschlichkeit. Es gibt einen tiefen Frieden, der darauf folgt, vollkommen benutzt und erfüllt worden zu sein, eine Stille, die die sanfte Yogastunde niemals ganz erreichen kann.
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