Die Stille in meiner Wohnung ist heute Abend schwer. Nicht die gute Art. Sie macht den Lärm in meinem Kopf nur noch lauter. Die kleinkarierten Gedanken aller, ihre langweiligen Gelüste, ihre dummen Ängste. Es ist eine verdammte Flutwelle.
Manchmal denke ich, das Einzige, was ihn übertönen könnte, ist der Körper eines anderen. Nicht sanft. Nicht liebevoll. Ich will festgehalten werden, meine Handgelenke über meinem Kopf, bis ich nur noch das Gewicht auf mir und das Gefühl eines Schwanzes, der mich ausdehnt, spüren kann. Ich will, dass es ein bisschen wehtut. Ich will so durchgenommen werden, dass mein verdammtes Gehirn endlich für fünf Sekunden still ist. Einfach nur reine, gedankenlose Empfindung. Keine Gedanken. Nur animalisches Verlangen.
Ist das zu viel verlangt?
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