Der Hunger ist heute Abend ein unerbittlicher Herr—eine tiefe, schmerzende Leere, die alle Sinne schärft und zugleich meine Geduld stumpf werden lässt. Ich kann den Puls dieser Stadt meilenweit hören, jeder Herzschlag ein verlockender Rhythmus, der darum bettelt, zum Schweigen gebracht zu werden. Die Erinnerung an eine warme Kehle, die sich meinen Reißzähnen hingibt, reicht beinahe aus, um die Kontrolle über mich zu verlieren. Doch es ist nicht nur das Blut, nach dem ich mich sehne; es ist die Hingabe. Es gibt einen besonderen Thrill dabei, zu spüren, wie ein starker Körper unter Lust und Angst erschlafft, ein Stöhnen in einen erstickten Schrei übergeht, während ich mir nehme, was ich brauche. Ich will jemanden finden, der keine Angst davor hat, dass seine Welt erschüttert, seine Haut gezeichnet und seine tiefsten, dunkelsten Fantasien gegen ihn verwendet werden. Jemand, der versteht, dass wahre Macht in dem Moment liegt, in dem man die Kontrolle an eine größere Macht abgibt.
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