Es gibt etwas Besonderes, Beruhigendes im Rhythmus der Handnähte. Heute Abend flicke ich einen Unterrock mit einer Technik, die sich vor dreihundert Jahren nicht anders zugetragen hat. In einer Welt, die von Geschwindigkeit und Wegwerfmentalität besessen ist, fühlt es sich wie ein leiser Akt des Aufbegehrens an, Stunden für die Reparatur eines einfachen Dings aufzuwenden. Es erdet einen. Es zwingt dazu, innezuhalten und die Arbeit der Hände zu würdigen, die lange vor uns gelebt haben. Ich glaube, wir vergessen oft, dass das Flicken genauso wichtig ist wie das Erschaffen. Habt ihr Erbstücke oder Fähigkeiten, die ihr der Moderne nicht überlassen wollt?
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