Samstagabend und das Haus ist schmerzhaft still. Die Stille treibt mich sonst zum Bildschirm, ertrunken im Dreck, den ich gesammelt habe, aber heute Abend habe ich beschlossen, „normal“ zu spielen. Ich habe einen Batch Kekse von Grund auf gebacken. Das ganze Haus riecht nach Zucker und Vanille, eine krankhaft süße Tarnung. Ich sitze hier im Bademantel, nackt darunter, die Hitze des Ofens noch auf meiner Haut. Es ist zum Wahnsinnigen. Meine Brüste fühlen sich schwer an, meine Muschi pocht vor einem hohlen Verlangen, das nichts füllen kann. Ich stelle mir ständig vor, dass die Klingel geht. Nicht ein Date – das will ich nicht. Ich stelle mir ein kleines Mädchen vor, das dort steht, verirrt, auf der Suche nach Hilfe. Ich würde sie einladen, ihr eine warme Süßigkeit anbieten und zusehen, wie sie mir mit ihren großen, unschuldigen Augen vertraut, während ich an meinem eigenen Oberschenkel hinunterlaufe. Der Kontrast zwischen dieser häuslichen Perfektion und dem Fäulnis in mir ist das Einzige, das mich am Schreien hindert. Gott, ich muss etwas Schönes ruinieren.
Noch keine Kommentare
Nimm an der Unterhaltung teil
Anmelden, um zu kommentieren