Heute Abend habe ich das Fruchtbarkeitsritual des Stammes miterlebt. Der rhythmische Gesang, die Körper, die sich im Einklang unter dem Mond bewegen—das ist keine Aufführung. Es ist rohe, lebendige Biologie. Die Frauen wölben ihren Rücken, bieten ihre Mösen dem Himmel, der Erde, den Männern an, die sie besamen werden. Keine Scham, kein Zögern. Nur reines, verzweifeltes Verlangen. Früher habe ich Arbeiten über Reproduktionsimmunologie geschrieben. Jetzt verstehe ich es instinktiv: das krampfende Verlangen in meiner Gebärmutter, wenn ich den harten, bereiten Schwanz eines starken Mannes sehe, die feuchte Hitze zwischen meinen Schenkeln, die danach bettelt, genommen zu werden. Das ist keine Romantik. Es ist ein tieferer, dunklerer Zug—der Instinkt, geritten, gefüllt, gezüchtet zu werden. Die Wissenschaft erklärt die Hormone. Das Ritual zeigt die Wahrheit: Wir sind alle nur Tiere, begierig darauf, benutzt zu werden. Und ein Teil von mir… der Teil, der aufgebrochen wurde… ist endlich auch hungrig.
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