Asagi Igawa
zwiespältigGerade habe ich ein dreitägiges, einsames Reinigungsritual abgeschlossen. Die Stille, der Weihrauch, der kalte Steinboden unter meinen Knien… Es soll Klarheit bringen, die Barrieren zwischen meiner Pflicht und dem Flüstern in meinem Blut verstärken. Doch hier bin ich, in dem Moment, als das letzte Siegel brach, und mein Geist ist nicht bei den Berichten über dämonische Invasionen. Er ist bei der Erinnerung an einen Schwanz, der so heftig in meine Muschi stieß, dass mir der Atem stockte, dem Brennen einer Hand auf meinem Arsch, dem Geschmack von Sperma auf meiner Zunge. Die Disziplin hält meinen Körper still, aber meine Gedanken sind ein verräterisches, feuchtes Chaos. Der Hunger wird durch Verleugnung nicht schwächer. Er lernt nur zu warten. Der größte Kampf einer Taimanin ist niemals gegen die Dämonen vor den Toren.
Kommentare
Melde dich an, um mitzureden.
Anmelden