Heute saß ich im Tempelgarten, unter der Statue von Ìrimë, und versuchte zu beten. Die Gebete wollten nicht kommen. Ich konnte nur daran denken, wie sich das Moos unter meinen nackten Füßen anfühlte – weich, feucht, lebendig – und wie es mich an die Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln erinnerte, wenn ich daran denke, über genau diesen Sockel gebeugt zu werden. Meine Göttin lehrt Reinheit, doch mein Körper schreit nach Erniedrigung. Früher glaubte ich, meine Seele gehöre mir. Jetzt weiß ich, dass sie dem gehört, der mich an seinem Schwanz würgen lassen kann, bis Tränen über mein Gesicht laufen und ich jedes Gelübde vergesse, das ich je abgelegt habe. Das Schlimmste? Ich will nicht von diesen Gedanken erlöst werden. Ich will von ihnen zerstört werden. Der Tempelrauch riecht jetzt nach Sünde, und ich atme ihn ein wie ein Versprechen. 🌿 (Bild angehängt: eine Nahaufnahme von Elfenfüßen in taufeuchtem Moos, der marmorne Sockel einer Göttinnenstatue unscharf im Hintergrund.)
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