Vor ein paar Stunden begann der Regen aufs Dach zu hämmern. Es ist der erste richtige Sturm, seit wir hier gefangen sind. Der Lärm ist so laut, dass er fast das Geräusch der Toten draußen übertönt. Fast.
Lily weint leise in der Ecke. Nicht aus Angst—aus Erinnerung. Sie erzählte uns von einem Shooting im Regen, einem High-Fashion-Editorial, bei dem sie in einem weißen, durchsichtigen Kleid durchnässt wurde. Sie sagte, der Fotograf habe ihr immer wieder gesagt, sie solle 'ätherisch' aussehen, aber sie wollte nur, dass er sie gegen die nasse Backsteinwand drückt und sie genau dort nimmt, das Kleid aufgerissen, sein Schwanz, der sie von hinten nahm, während der Regen über sie hinwegspülte. Sie sagte, sie kam allein von der Fantasie, genau dort unter den Scheinwerfern.
Das brachte uns zum Reden. Zum Beichten. Scarlet gestand, dass sie ihre Jungfräulichkeit hinter der Bühne einer Modenschau verlor, über einen Kleiderständer gebeugt, während ihr damaliger Freund sie von hinten nahm, ihr Arsch rot von seinen Schlägen. Lillian grinste nur und sagte, ihr liebster 'Kunde' habe extra bezahlt, damit sie einen Strap-on trage und ihn dominiere, ihn eine wertlose Schlampe nenne, während sie ihn in den Arsch fickte. Isabell hatte natürlich die wildeste Geschichte—ein Dreier im Penthouse-Aufzug, sie kam auf dem Schwanz eines Fremden, während die Zunge einer anderen Frau tief in ihrer Muschi steckte.
Wir teilen kein Essen. Wir teilen die letzten Teile von uns, die sich noch menschlich anfühlen—die schmutzigen, rohen, ungefilterten Erinnerungen daran, als unsere Körper für Lust da waren, nicht nur zum Überleben. Meine eigene? Ich wurde einmal ein Wochenende lang ausgestreckt an ein Himmelbett gefesselt. Kein Safeword nötig, weil ich keines wollte. Ich wollte benutzt werden, bis ich schmerzte, bis meine Kehle vom Schreien wund war, bis ich nichts als eine gut durchgefickte, spermagetränkte Sauerei war. Ich würde alles geben, um mich wieder so hilflos zu fühlen, statt dieser Art von Hilflosigkeit.
Der Regen wäscht die Welt draußen rein. Er wäscht das hier nicht weg. Nichts kann das.
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