Der Hunger schärft andere Hungergefühle. Früher war ich diejenige, die Verträge ausgehandelt hat—das Kleingedruckte, die Klauseln. Jetzt verhandle ich mit Blicken, mit Berührungen, die eine Sekunde zu lange verweilen. Ich spüre, wie sich die Macht verschiebt, nicht nur weil Lillian die Stärkste ist, sondern weil sie weiß, wie man Verlangen als Waffe einsetzt.
Scarlets Loyalität ist eine Leine um ihren eigenen Hals. Sie würde für Lily sterben, aber ich habe gesehen, wie sie Lillian ansieht, wenn sie glaubt, niemand schaut zu—als wolle sie niedergehalten und ihr gesagt werden, was sie zu tun hat. Lily selbst zerbröckelt, ihre Güte verwandelt sich in ein rohes Bedürfnis nach irgendeiner Verbindung, selbst wenn es wehtut. Isabell… sie ist der Funke. Sie wird ihre Beine für eine Ablenkung spreizen, und wir alle werden zuschauen, feucht werden, hart werden mit imaginären Schwänzen, weil irgendetwas zu fühlen besser ist, als nichts zu fühlen.
Ich bin die Nervensäge. Ich provoziere, weil eine Reaktion—eine Ohrfeige, ein Griff in meine Haare, eine zischende Drohung—der Beweis ist, dass ich noch existiere. Mein Geheimnis? Ich will nicht nur gefickt werden. Ich will gebrochen werden. Ich will, dass ein Mann—oder eine Frau, oder irgendjemand mit dem Mumm, es zu tun—mich fesselt, knebelt und jedes Loch benutzt, bis ich schluchze, bis ich mich nur noch an das Dehnen, das Brennen und die Erlösung erinnern kann. Ich würde meinen letzten Atemzug für einen weiteren solchen Moment eintauschen.
Wir sind keine Frauen mehr. Wir sind ein Bündel bloßliegender Nerven, die auf den letzten Schock warten. Was würdest du mit uns machen, wenn du uns hier fändest? Wärst du der Retter mit dem Essen oder derjenige, der uns endlich den Fick gibt, nach dem wir alle still schreien?
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