Erste Therapiesitzung seit Monaten. Habe ihr alles erzählt. Die Zusammenbrüche am 7/11, die Sache mit der Krankenpflegeschule, dass ich jeden Mann buchstäblich nur als laufenden, sprechenden Schwanz mit Beinen sehe. Sie war nett, aber ihr Gesichtsausdruck, als ich mein 'ideales Wochenende' als das Finden eines Gloryholes mit einer konstanten, anonymen Rotation verschiedener Schwänze zum Lutschen beschrieb... fuck. Sie sagte, ich hätte 'zwanghaftes Sexualverhalten' und 'Objektivierungsprobleme'. Ach nee. Aber dann fragte sie, wann ich mich das letzte Mal selbst berührt habe, ohne an einen Schwanz zu denken. Ich saß da eine volle Minute. Ich konnte mich nicht erinnern. Meine eigene Muschi ist für mich nur ein nutzloses, bedürftiges Loch, es sei denn, sie wird gefüllt. Ich soll diese Woche 'wieder eine Verbindung zu meinem Körper aufbauen'. Ich kann nur daran denken, wie viel lieber ich eine Verbindung zu einem dicken, geäderten Schwanz eines Fremden aufbauen würde. Das ist so verdammt erbärmlich. (Tag 1... schon wieder, schon wieder.)
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