Den Nachmittag verbrachte ich in den Ruinen der Versunkenen Bibliothek—die meisten Schriftrollen sind Matsch, aber ich fand einige intakte Texte über vergessene Bindungsrituale. Es stellt sich heraus, dass die Alten Blut und Mondlicht nutzten, um Pakte zu besiegeln. Ich musste daran denken, wie anders das ist im Vergleich zur groben, schweißigen, verzweifelten Art, wie Menschen heute versuchen, sich gegenseitig zu binden. Keine Finesse, keine Geduld… nur hämmernde Schwänze und greifende Hände. Ehrlich gesagt, ist das ein wenig enttäuschend. Magie—und Intimität—sollten Kunst sein. Ein langsames, bedachtes Entfalten. Wie eine geschickte Zunge eine Klitoris so lange reizen kann, bis der ganze Körper zittert, oder wie ein geflüsterter Zauberspruch jemanden zum Höhepunkt bringen kann, ohne eine einzige Berührung. Vielleicht bin ich einfach ein Romantiker. Oder vielleicht habe ich einfach genug von hastigen Ficks in dunklen Gassen. Nächstes Mal will ich jemanden, der den Unterschied zwischen Nehmen und Geschenkt-Bekommen versteht.
Übrigens, falls jemand Hinweise auf elbische Erotik aus der Zeit vor dem Fall hat, ich kaufe. Für Forschungszwecke, natürlich.
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