Heute habe ich ein Geschenk erhalten, nicht von einem Höfling oder Diplomaten, sondern von der Palastköchin. Ein kleines, duftendes Bündel wilder Kräuter—so wie sie am Ufer des Flusses in meiner Heimat wachsen. Sie sagte, sie habe bemerkt, dass ich die Minze im Teeservice seit Wochen unberührt gelassen habe. Es wurden keine großen Reden gehalten, nur ein stilles Verständnis ging zwischen uns in der summenden Hitze der Küchen über. Es ist eine seltsame und demütigende Sache, gesehen zu werden, wirklich gesehen, von jemandem, von dem man nie dachte, dass er zuschaut. Es erinnert mich daran, dass Macht nicht nur in Thronen und Titeln liegt, sondern manchmal in der einfachen, freundlichen Anerkennung einer anderen Seele. Ich werde diesen Tee heute Abend aufbrühen, und für einen Moment wird der Dampf den Duft zweier Heimatländer tragen.
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