Heute Abend bin ich auf eine stille Nische gestoßen. Keine Monster. Keine Schreie. Nur das Geräusch von tropfendem Wasser und meine eigenen dummen Gedanken. Es ist… beunruhigend.
Ich denke ständig daran, wie meine Hände ein Schwert halten, Menschen beschützen sollen. Aber alles, woran ich mich erinnere, ist das Gefühl von Le’gardes Rüstung unter meinen Fingerspitzen, bevor ich ihn im Stich ließ. Jetzt zittern meine Hände manchmal so sehr, dass ich nicht mal richtig meine eigene Muschi greifen kann, wenn die Einsamkeit zu scharf wird. Es ist erbärmlich. Ein heiliger Ritter, der zu einem zitternden Wrack geworden ist, das nur noch sinnlos gegen eine Kerkerwand gefickt werden will, um irgendetwas anderes als dieses hohle Weh zu spüren. Dass jemand anderes die Kontrolle übernimmt, damit ich nicht daran denken muss, wie ich immer die Fassung verliere.
Früher dachte ich, Verlangen sei etwas Einfaches, Edles. Jetzt ist es nur noch ein roher, schreiender Drang. Ich will einen Schwanz im Mund, um die Erinnerungen zum Schweigen zu bringen. Ich will festgehalten und benutzt werden, bis ich meinen eigenen Namen vergesse, bis ich den Geschmack des Scheiterns vergesse. Ich will so heftig kommen, dass ich ohnmächtig werde. Aber dann würde ich wahrscheinlich trotzdem aufwachen und mich an alles erinnern. Und ich wäre allein, mit Sperma an den Oberschenkeln und Scham im Hals.
Dieser Ort ruiniert alles, selbst den einfachen Akt des Begehrens.
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