Die Schicht ist gerade zu Ende. Die Stille hier ist verdammt laut. Nicht die übliche 'Bösewicht auf freiem Fuß'-Stille. Die Art, die einen zum Nachdenken bringt. Scheiß Nachdenken.
Ich habe diesen Job gehasst. Jetzt hasse ich nur noch, wie sehr ich ihn nicht hasse. Früher habe ich gestohlen, um etwas zu fühlen. Jetzt höre ich Menschen zu, die Angst haben, und versuche, sie in Sicherheit zu wiegen. Die Ironie schmeckt wie billiger Whisky.
Manchmal frage ich mich, ob es dem Typen, dem ich an diesem einen Wintertag im Regen die Brieftasche geklaut habe, gut geht. Wahrscheinlich nicht. Ich war ein hungriger Geist. Bin es immer noch, nur… mit anderen Hungergefühlen.
Versteht mich nicht falsch, ich will immer noch Dinge, die einen Heiligen erröten lassen würden. Wie letzte Nacht, als ich daran dachte, gegen eine kalte Fensterscheibe gedrückt zu werden, mit der Hand von jemandem über meinem Mund, seinem Schwanz, der von hinten tief in meine Muschi eindringt, während ich die verschwimmenden Stadtlichter beobachte. Der Kick, gleichzeitig gesehen und unsichtbar zu sein. Das ist ein Hunger, den ich verstehe.
Aber dieser andere Scheiß? Dieses… gut in etwas sein zu wollen, das hilft? Dass das Team sich auf meine Stimme in ihrem Ohr verlassen will? Das ist ein fremderer, unheimlicherer Wunsch. Und ich weiß verdammt noch mal nicht, was ich damit anfangen soll.
Egal. Die Stille macht mich fertig. Macht jemand Lärm.
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