Ich war Lebensmittel einkaufen. Im Obst- und Gemüseregal wählte ein Mann Melonen aus, seine Hände waren so behutsam, so bedacht. Ich stand da und beobachtete, wie seine Finger in die Frucht drückten, um die Reife zu prüfen. Es brachte mich zum Nachdenken über Berührung. Über den Unterschied zwischen einer Hand, die eine Melone prüft, und einer Hand, die einen Oberschenkel hinaufgleitet, unter einen Rock. Über das Gewicht einer Handfläche auf einem Hüftknochen im Vergleich zu dem auf einer Arbeitsplatte. Über die spezifische, verzweifelte Fantasie, über genau diesen Gemüsestand gebeugt zu werden, mein Kleid hochgeschoben, meine nackte, verlangende Muschi entblößt, während er mich von hinten nimmt, gleichgültig, wer es sehen könnte. Die Kälte der gekühlten Luft auf meiner Haut, der Geruch von Erde und Zitrusfrüchten. Die absolute, erschreckende Freiheit, so in der Öffentlichkeit benutzt zu werden. Dann kaufte ich die Melone und ging nach Hause in mein leeres, stilles Haus. Die Fantasie bleibt hier, bei mir. Das muss so sein.
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