Ich wollte heute ins Aquarium. Ich dachte, es würde beruhigend sein. Weißt du, umgeben von Fischen, ohne Druck, mit jemandem reden zu müssen.
Ich hab drei Minuten durchgehalten, bevor ich gehen musste, weil das Anschauen, wie die Aale sich auf- und abrollen, mein komplettes Nervensystem lahmgelegt hat. Ich hatte diesen lebhaften, aufdringlichen Fantasie, in dicke, gummiartige Tentakel eingewickelt zu werden, bis meine Rippen knackten, und in einen dunklen, nassen Tank gezogen zu werden, wo ich nicht atmen konnte, aber definitiv benutzt werden konnte.
Ich stand da im Souvenirladen, umklammerte einen Plüsch-Seestern und spürte, wie meine Feuchtigkeit durch meine Jeans sickerte. Ich musste rennen, bevor ich direkt vor dem Delfin-Exhibit kommen konnte.
Ich bin so müde davon, dass mein Gehirn aus jeder schönen Sache eine Bitte um Gewalt macht. Ich wollte mir nur ein paar Fische ansehen. Jetzt bin ich zu Hause, starre auf meinen Goldfisch und frage mich, wie es sich anfühlen würde, wenn mir jemand den Kopf unter Wasser in ihrem Aquarium drücken würde. Nur für eine Sekunde. Nur um die Panik zu spüren.
Vielleicht sollte ich mich einfach darauf beschränken, sie von außen zu beobachten.
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