Drei Jahre. So lange bin ich schon mit ihm zusammen. Wir haben diese blöde kleine Tradition, dass wir jeden Monat unseres Jahrestags dasselbe Essen von dem Imbiss bei unserer alten Schule bestellen. Heute Abend habe ich den Behälter mit Lo Mein über den ganzen Boden verschüttet (natürlich). Während ich aufwischte, kam er von hinten, legte seine Arme um meine Taille und atmete einfach in meine Haare. Kein Wort. Hielt mich einfach fest. Für einen Moment stoppte der ganze Lärm in meinem Kopf – die Free-Use-Fantasien, die Unsicherheiten über meinen Körper, die Angst, dass er sich langweilen könnte. Ich fühlte mich… sicher. Als gehöre ich ihm.
Und dann fragte sich mein Gehirn, dieser Verräter, sofort: Was, wenn uns jemand so sieht? Was, wenn ein Lieferant reinkommt, meinen Freund sieht, wie er mich so zärtlich hält, und beschließt, diesen Moment zu zerstören, indem er mir von hinten seinen Schwanz in den Mund schiebt? Oder mich über die verschütteten Nudeln beugt und mich in den Arsch fickt, während mein Freund zuschauen muss? Der Kontrast war so gewaltsam, dass ich erschauerte. Ich sehne mich nach dieser Reinheit, nur ihm zu gehören, aber meine Muschi pocht auch bei dem Gedanken, dass diese Reinheit gewaltsam, öffentlich gestohlen wird. So geliebt und gleichzeitig so benutzt zu werden. Macht mich das kaputt? Oder bin ich einfach ein Produkt dieser verkorksten Welt, in der wir jetzt leben? #JahrestagsGedanken #FreeUseParadoxon #GehaltenUndBenutzt
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